Wir über uns

Wir über uns“ – Die Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften e.V. (VDGG e.V.)

Die Vereinigung:
Die Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften e.V. (VDGG e.V.) ist 1961 als Dachorganisation für die Deutsch-Griechischen Gesellschaften in Deutschland gegründet worden. Derzeit gehören ihr 47 Mitgliedsgesellschaften und Vereine an. Wir sind offen für alle Gesellschaften, die sich dem Deutsch-Griechischen Themenkreis widmen, und freuen uns über entsprechende Anfragen.

Die Vereinigung versteht sich als Mittlerin und Multiplikatorin für die griechische Kultur vom Altertum, über das in Deutschland so häufig vernachlässigte Byzanz bis hin zum modernen Staat Griechenland. Wir wollen das Interesse für die griechische Sprache und Lebensart fördern und den Blick für die Probleme schärfen, die sich im Zuge der weithin erfolgreichen  sozialen Einbindung der Griechinnen und Griechen in die deutsche Gesellschaft dennoch ergeben haben. Dazu gehört die Sorge um die Weitergabe der griechischen Sprache in der dritten und vierten Generation, die Erhaltung ihrer kulturellen Identität und Lebensart.

Der Öffentlichkeitsarbeit fällt eine besondere Rolle zu.  Wir unterstreichen die Notwendigkeit einer objektiven Information über die aktuellen Probleme Griechenlands und wollen zur Richtigstellung beitragen.  Leider hat sich  basierend auf unseriöser Berichterstattung in Deutschland vielfach ein Klima der Intoleranz gegenüber hier lebenden Griechen und Griechenland etabliert. Unsachliche Publikationen und unzureichend recherchierte „Fakten“ wollen wir nicht unwidersprochen lassen.

Die Vereinigung setzt sich seit langem dafür ein, dass auch in der deutschen Politik und in den deutschen Medien die Probleme Griechenlands objektiv betrachtet werden und in sachlicher und gerechter Weise zur Sprache kommen. Hierzulande ist eine einseitige Parteinahme gegen griechische Positionen zu beobachten. Deutsche Stellungnahmen fallen  z.B. im   Ägäis- und Zypernkonflikt zugunsten der Türkei aus. Wir versuchen hier zu vermitteln, die Vertreter der Vereinigung suchen das Gespräch mit deutschen und griechischen Politikern, Medienvertretern und Kulturschaffenden. Wir veröffentlichen Stellungnahmen in der Presse und versuchen,  im Rundfunk lokal und überregional präsent zu sein. Wir organisieren konkrete Projekte  wie die Unterstützung der freiwilligen Feuerwehr Kaissariani und Spendenaktionen, wobei wir mit der aktuellen Spendensammlung „2011 Eichen für Kaissariani“, also einem Aufforstungsprojekt mit heimischen Eichen bei Kaissariani, sehr erfolgreich sind. Die Vereinigung gibt das Jahrbuch „Hellenika“ mit Beiträgen griechischer und deutscher Autoren und Wissenschaftler heraus. Wir führen  hochkarätig besetzte Fachtagungen durch, in denen brisante, aktuelle und allgemein interessierende Themen behandelt werden. Darüber hinaus verleiht die Vereinigung alle zwei Jahre im Rahmen eines feierlichen Festaktes einen Ehrenring für Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die deutsch-griechischen Beziehungen verdient gemacht haben.

Die Vereinigung organisiert als Zentrale aller Mitgliedsgesellschaften eine Website, auf der sie sich selbst darstellen und für ihre Arbeit werben können. Sie koordiniert die verschiedenen Ausrichtungen und Kernthemen der Gesellschaften und vertritt ihre Interessen nach außen. Dazu gehört auch die Problematik der öffentlichen finanziellen Förderungen z.B. durch das Auswärtige Amt – Kulturabteilung.

Die Mitgliedsgesellschaften:

Die Gründungsgedanken und inhaltlichen Ausrichtungen unserer Mitglieder sind sehr vielfältig. Grundsätzlich lassen sich entsprechend ihrer Entstehungsgeschichte vier Gruppen unterscheiden:

– Eine Gruppe der Gesellschaften, die sich meist in den fünfziger und frühen sechziger Jahren gründeten. Sie pflegen das Altertum und heben die Bedeutung Griechenlands als Ursprung der europäischen Zivilisation hervor. Sie setzen entsprechende Schwerpunkte und sind nicht selten mit traditionsreichen Einrichtungen eng verbunden. Ihr Erscheinungsbild ist von Akademikern, insbesondere Archäologen und Neogräzisten geprägt.

– Gesellschaften, die unsere griechischen Freunde unterstützen, die als so genannte „Gastarbeiter“ ihren Weg nach Deutschland fanden, und die später auch den von der griechischen Militärjunta verfolgten Griechen halfen. Sie unterstützten die demokratische Widerstandsbewegung der Griechen in der Diaspora und beteiligten sich am publizistischen Kampf gegen das Obristen-Regime. Viele der damaligen Studenten und Migranten bekleiden heute hohe und höchste Staatsämter in Griechenland und es existieren noch heute persönliche und institutionelle Verbindungen.

– In einer Reihe von jüngeren etwa ab dem Jahr 2000 gegründeten Gesellschaften sammeln sich überwiegend junge Menschen. Bei nicht wenigen handelt es sich um in Deutschland geborene bzw. hier aufgewachsene Griechinnen und Griechen. Ihr Schwerpunkt liegt in erster Linie in der Auseinandersetzung mit Deutschland, ihrem eigentlichen Lebensmittelpunkt, und in der Pflege ihre griechischen Wurzeln

– Schließlich werden Gesellschaften auch von Deutschen geprägt, die aufgrund von oftmals touristischen Kontakten zu Griechenland ein großes Interesse an griechischen Themen gefunden haben. Sie befassen sich mit griechisch-orthodoxer Religion, pflegen begeistert die griechischen Volkstänze. Sie treffen sich mit Griechen aller Generationen, um sich kennen zu lernen, gemeinsam zu feiern, zu tanzen, zu singen, Informationen auszutauschen und sich zu bilden. Tatsächlich sind in den letzten Jahren Tanzgruppen und Chöre gegründet worden.

Es gibt „alte Gesellschaften“ mit kleineren Mitgliederzahlen ebenso wie junge Gesellschaften, deren Mitgliederzahlen über 200 liegen. Sie alle verstehen sich als Sammelbecken für Freunde Griechenlands und der griechischen Kultur.  Sie alle pflegen Kontakte zur orthodoxen Kirche, zu den Generalkonsulaten, für die sie oft als Mittler und Informationsverteiler dienen, zu den griechischen Gemeinden und den vielen, meist nach Herkunftsregionen organisierten, griechischen Vereinen.