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Projekt: Jugendbegegnung auf dem Peloponnes Juli 2016 Tagebucheintrag

Tagebucheintrag, Sonntag 24.07.2016 –
Projekt: Jugendbegegnung in Griechenland/Peloponnes 2016

Gastfreundschaft – Süße Speise, Biosaft, Oktopus und Meer
(von Federico Nellen)

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Foto: Federico Nellen/Vicky Douka

Mit dem klappernden Bus fuhren wir alle zusammen, zu viert auf einer Bank sitzend zum ersten Halt: Festung Larisa in Argos. Dort angekommen, begab ich mich mit meinen Flip-Flops auf einem nicht befestigten Weg und bin mehrere Male ausgerutscht. Leider war die Ruine abgesperrt und so suchten wir einen anderen Blick in die Burg, vergebens. Die Sonne heiß. Entschädigt hat uns ein Nonnenkloster, welches wir bei der Suche fanden. Wir konnten mit den Nonnen zwar kein Gespräch führen, aber sie zeigten uns ihren Altar und die Ikonostase, welche schon sehr alt war. Wir hatten einen atemberaubenden Blick von da oben. Uns wurde eine Kostprobe einer einheimischen Süßspeise namens Loukoumi gereicht. Es war ein zuckersüßes geleeartiges Bonbon, welches aus Rosenblättern hergestellt und mit viel Puderzucker verfeinert wird.

 

 

 

Mit einem Abstecher zu Pater Marcus (Geschichte) in der Kirche von Nafplion ging es direkt zum Strand namens Drepano für eine kleine Abkühlung. Das Wasser war sehr klar und kühl. Kleine fast durchsichtige Fischchen, schwammen um mich herum. Max und ich ergatterten uns Liegenplätze in der zweiten Reihe. Wir wurden von einer freundlichen jungen Dame bedient, Chips und Eistee von der Strandbar.

 

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Foto: Federico Nellen/Vicky Douka

Später ging es auf einer holprigen Fahrt zu einem netten kleinen Restaurant am Hafenstrand. Der Tisch stand direkt am Wasser und man konnte das Essen mit den Füßen im Sand genießen. Ich bestellte mir eine Oktopus Tentakel, einen griechischen Salat und kleine selbstgemachte Pommes. Das Essen bin ich schon zum Teil aus Italien gewöhnt, aber wenn man das Essen einen Ticken anders zubereitet, wird es zu einem komplett anderem Gericht.

 

 

 

 

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Foto: Federico Nellen/Vicky Douka

Nach ein paar Gruppenfotos ging es dann weiter zur Omi Hariklia nahe Iria. Omi ist eine 79-jährige Witwe, die seit 14 Jahren alleine in ihrem kleinen Haus wohnt. Laut Frau Douka wollten wir nur kurz ‚Hallo’ sagen, aber daraus wurde fast eine ganze Stunde. Nach griechischer Filoksenia (Gastfreundschaft) bestand die Oma darauf, dass wir dortblieben und einen Kaffee trinken sollten. Wir alle bekamen frisch gepresste Säfte, bestehend aus Mandarinen und Orangen. Dazu bekamen wir auch einen Quittenkompott, welcher mit Mandeln verfeinert wurde. Das Erstaunliche ist, dass diese alte Dame noch so flott auf den Beinen ist und alleine in einem Haus lebt. Sie hat drei erwachsene Kinder und aus deren Ehe jeweils drei Enkelkinder. Sie freute sich über unseren Besuch und dass die deutschen Gruppen immer sie besuchen kommen. In ihrer Umgebung, grade zur Winterzeit, werden bei Oma Hariklia Artischocken gekauft.

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Foto: Federico Nellen/Vicky Douka

Nach dem kurzen Hallo ging es dann zur Küste von Iria und es wurde ein letztes Mal an diesem Tag gebadet. Den Sonnenuntergang zu erleben ist immer wieder atemberaubend. Wenn das Meer die Sonne verschlingt und den Mond erblühen lässt.